
Woran Sie ineffiziente Werbung erkennen: Der 10-Punkte-Check
Bei unserer Arbeit werden wir oft gefragt, wie uns eine bestimmte Werbekampagne gefällt – als Markensoziologen ist das Urteil über eine Werbung keine persönliche Gefallensentscheidung, sondern orientiert sich allein daran, ob die Leistung des Unternehmens auf den ersten Blick deutlich wird und sich langfristig in der Öffentlichkeit verankert.
Wir möchten Ihnen aus unserer Beratungspraxis einige Indikatoren für Werbemaßnahmen an die Hand geben, die erwiesenermaßen kontraproduktiv sind.
Typische Indikatoren für ineffektive Werbung:
- Die Werbestrategie basiert auf der Analyse von direkten Konkurrenten.
- Die Werbekampagne orientiert sich an der Positionierung der Agentur.
Die Entscheidung für einen Werbeprofi orientiert sich an der Tatsache,
dass er bereits für x und y „so gute Werbung gemacht hat“.
- Die Werbeinhalte beruhen auf „Bauchentscheidungen“.
- Die Werbestrategie wurde ohne die Entwicklungsabteilung, den Einkauf
und ohne den Vertrieb ausgearbeitet.
- Der Erfolg der Werbung ist nicht an bestimmte Response-Quoten gekoppelt.
- Die Abbildung des Markenlogos bzw. charakteristischer Gestaltungselemente
wird zunehmend kleiner bzw. marginaler.
- Die Werbung passt sich zeitgenössischen ästhetischen Trends, Motiven oder
Gestaltungstrends an (plötzlich werben viele Unternehmen mit Eisbären
als Eyecatcher).
- Die Werbestrategie orientiert sich nicht an den positiven Vorurteilen der
Stammkundschaft gegenüber der Marke, sondern ist stilistisch auf
Neukundschaft ausgerichtet.
- Die vom Unternehmen finanzierte Werbung, bildet das Logo der beauftragten
Werbeagentur ab.
- Das Werbebudget geht zu über 20% in Gratis-Aktionen, Gewinnspiele bzw.
traditionsfremde Mediakanäle.